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Die Basler Lagerhausgesellschaft

Die Firme hinter dem Silo als Lagerhaus

Die Basler Lagerhausgesellschaft AG (BLG) wurde am 16. Mai 1878 gegründet. Sie übernahm und erweiterte das bereits bestehende Unternehmen Lagerhaus Kiebinger. Das Kerngeschäft der BLG war die internationale Spedition per Schiff und Bahn und das Lagergeschäft. Die Firma besass Lagerräume auf dem Areal der Deutschen Bahn (Erlenmatt) und im Zollfreilager auf dem Dreispitz. Alle Lagerhäuser hatten einen direkten Bahnanschluss an die Basler Rheinhäfen und an alle Güterbahnhöfe Basels. Die BLG war auch in der internationalen Schiffsspedition tätig. Im Angebot waren um 1930 etwa ein Schnelldienst New-York – Schweiz in 11 Tagen.

Ein Hauptgeschäftsgebiet der BLG war die Spedition und Lagerung von Petrol und Kohle. Basel war Ende des 19. Jahrhunderts ein idealer Ort für ein Speditions-Unternehmen dieser Art. Hier befand sich die chemische Industrie im Aufbau. Das Lagern von Rohstoffen zur Wärme- und Energieerzeugung wie Petrol und Kohle war in politisch unsicheren Zeiten mit erschwerten Importbedingungen unabdingbar und entwickelte sich entsprechend zu einem lukrativen Geschäft: Sowohl die aufblühende Industrie als auch Privathaushalte waren auf diese Produkte angewiesen.

1908 wurde die BLG vom Unglück hart getroffen: Der Petrolkeller auf dem Areal der Badischen Bahn brannte mitsamt Inhalt bis auf die Grundmauern nieder. Schon 1891 erlitt die BLG eine einschneidende Katastrophe in der Firmengeschichte: Vertreter der Firmenleitung unterschlugen eine horrende Summe des Firmenkapitals und brachten die Basler Lagerhausgesellschaft an den Rand des Ruins. Nur aufgrund von persönlichen finanziellen Einschüssen einiger Verwaltungsratsmitglieder konnte der Konkurs abgewendet werden. Alois Weber-Meyer wurde zum neuen Direktor gewählt und brachte gemeinsam mit dem Präsidenten Preiswerk-Groben die BLG wieder zurück auf den Erfolgskurs